Großes Finale in Most: Die Meister 2016

trofeo-italiano_startaufstellung-most2016Beinahe schon traditionell für Trofeo Italiano, T-Cup und die T-Challenge. Ein brütend heißes Spätsommer-Wochenende, eine anspruchsvolle Rennstrecke und Konkurrenten, die sich wirklich nichts schenkten. Ohne Bodenproben, dafür mit zwei blitzsauberen Laufsiegen glänzte in Most der T-Cup-Meister des Vorjahres, Oliver Martin. Die norddeutsche Stimmungskanone kommt mit der Aprilia RSV4 immer besser zurecht und wird als Vizemeister in der nächsten Saison Maestro Tränklein ein äußerst würdiger Spielkamerad sein.

trofeo-italiano_most2016_bgramm-8Die Trofeo Italiano insgesamt hat sich im zweiten Jahr sportlich und menschlich prima gefunden, inklusive Schulterschluss mit T-Cup und T-Challenge. Die Italo-Serie geht voll Optimismus in die Saison 2017. Das liegt auch und gerade an der Supersport-Wertung, die MV Agusta-Liebhaber Erich Embacher souverän für sich entscheiden konnte, vor dem Youngtimer Bruno Baumann mit seiner Panigale 899 und Frank Kaulich, ebenfalls auf MV Agusta F3. In der Superbike-Wertung wird Michael Tränklein seinen Titel verteidigen, so sich denn genügend Herausforderer in die Wertung einschreiben. Davon ist auszugehen, auch dank der vielen Gaststarter in dieser Saison, die positive Eindrücke mitgenommen haben dürften oder wegen der Öffnung für KTM-Zweizylinder ab der Saison 2017, selbstredend in einer gesonderten Wertung. Nur einer wird leider nicht mehr dabei sein: Dirk Fuhrmann, Dritter bei den Superbikes, erklärte „aus privaten und beruflichen Gründen“ seinen Rücktritt. Ganz schön früh. Fuhrmann ist gerade erst 22.

Stürze

Nicht nur in den T-Challenge-Rennen ein beherrschendes Thema in Most. Es mussten überdurchschnittlich viele Fahrer zu Boden, teils mit glimpflichem Ausgang, teils mit schmerzhaften Folgen. „Bei einem Finale, bei dem es noch um Titel und Platzierung geht, ist die Schikane nach Start-Ziel einfach zu gefährlich, da sie viele Fahrer zu Aktionen verleitet, die oft nicht gut gehen.“ Das sagt nicht irgendwer, sondern Michael Tränklein, überlegener Sieger der Trofeo Italiano-Superbike-Wertung und seit über 25 Jahren im Renngeschäft unterwegs. Dem macht keiner ein X vors U.

Gute Anregung drüber nachzudenken, ob man Most, das bei den Fahrern unisono sehr beliebt ist, mal zum Saisonstart und nicht zum Finale einplant. Schließlich sollte der Organisator einer Rennserie den bestmöglichen Kompromiss zwischen den Lieblingsstrecken der Fahrer, sportlichem Anreiz und Finanzierbarkeit finden.

Jahresgesamtwertungen

 

Superbike-Wertung

PlatzNameMotorradPunkte
1Michael TränkleinDucati 1199 Panigale215
2Oliver MartinAprilia RSV4170
3Dirk FuhrmannAprilia RSV4 Factory118
4Ralf MittrachDucati 1299 Panigale S111
5Kevin KlausDucati 1299 Panigale108
6Rolf KabenAprilia RSV491
7Max AlbrechtAprilia RSV476
8Thomas NetzkerMV Agusta F4 100073
9Mario MartorelliAprilia RSV471
10Robert KröhnkeDucati 1199 Panigale R62
11Heinz HilbringDucati 1199 Panigale R15

 

Supersport-Wertung

PlatzNameMotorradPunkte
1Erich EmbacherMV Agusta F3202
2Bruno BaumannDucati 899 Panigale146
3Frank KaulichMV Agusta F3125
4Stefan FischerDucati 848111
5Oliver WohlDucati 848 Eigenbau83
6Bruno SchäferDucati 99845

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