Tag Archive for Hockenheimring

Saisonauftakt Hockenheimring 2017

trofeo-italiano_hockenheim2017_gruppe-wide

trofeo-italiano_hockenheim2017_010Was gibt es Schöneres für Hobbyrennfahrer nach Monaten des Darbens und Wartens? Richtig, den sehnlich erwarteten Saisonauftakt der Trofeo Italiano, des Triumph Street Triple-Cups und der Triumph-Challenge im Rahmen des Motorrad-Festival Hockenheim des MOTORRAD action team.

Über 20 Starter in Hockenheim ließen das Motodrom erbeben, endlich mal das Starterfeld, das die Trofeo auch unbedingt verdient hat. Noch eine gute Nachricht: Altmeister Michael „Fliege“ Tränklein, Doppelmeister in der Superbike-Klasse, hat endlich einen ebenbürtigen, hungrigen und jungen Gegner erhalten: Ole Bartschat, 2016 Meister der Triumph-Challenge, debütierte auf einer seriennahen Aprilia RSV4 und bewies mit einem blitzsauberen Doppelsieg, wie gut ihm die Schule im T-Cup und anschließend in der T-Challenge bekommen ist. Nämlich blendend. Während seine schärfsten Wettbewerber, die Herren Tränklein und Malte Bigge, ebenfalls ein Neuzugang, zwecks Sturz jeweils einen Nuller schrieben, holte Ole die maximale Punkteausbeute und freut sich auf seine Hausstrecke Oscherleben, dem nächsten Trofeo Italiano-Rennwochenende des Jahres, für das noch Gaststarter willkommen sind.

Holger Aue in der Trofeo Italiano auf seiner Aprilia RSV4 - Foto: www.racepixx.de

Holger Aue in der Trofeo Italiano auf seiner Aprilia RSV4 – Foto: www.racepixx.de

Ebenfalls einen prima Einstand in dieser sympathischen Rennserie gelang MOTORRAD-Comic-Legende Holger Aue. Mit seiner Aprilia RSV4 freundete sich Holli immer besser an, in der großen Hobbyracing-Familie Anschluss zu finden, fiel dem bodenständigen Hanseaten ebenso einfach. Erich Embacher schließlich, Stammgast in der Supersport-Klasse, sicherte sich auf seiner MV Agusta F3 800 ebenfalls die volle Punktzahl und würde sich sicher sehr darüber freuen, wenn die Herren Kauz, Ruch und Reichel vom Gast- zum Permantstarter wechseln würde. Dann wäre auch endlich eine feine Bande in der Supersport unterwegs.

Alle Ergebnisse und die Tabelle unter www.trofeo-italiano.de/ergebnisse/trofeo-italiano-2017

Hockenheimring 2015

trofeo-italiano_Hockenheim2015_02Anfang Juni, Hockenheim. Das kann wettertechnisch alles Mögliche bedeuten. 2015 präsentiert sich das Wetter in der Kurpfalz genau so, wie man es erwartet: brüllend heiß und schwül wie in Fernost. Genau der richtige Mix für hitzige Rennen in der Trofeo Italiano auf dem materialmordenden GP-Kurs mit der ultraschnellen Parabolika und der anschließenden Reifeprüfung für jede Bremsanlage. Vom sechsten Gang Vollgas zurück in den ersten Gang vor der berüchtigten Spitzkehre. Nicht jedermanns Sache, verständlicherweise.

Wie auch das neue Startprozedere, dass vom Streckenbetreiber für lizenzfreie Rennserien vorgegeben wird: fliegender Start hinterm Führungsfahrzeug. Das sorgte bei manchem Teilnehmer zumindest für Stirnrunzeln im Vorfeld.

Möglichst einfaches Reglement, maximaler Fahrspaß.

trofeo-italiano_Hockenheim2015_06Das scheint sich nach durchaus ermutigendem Auftakt am Lausitzring in der einschlägigen Szene rumgesprochen zu haben. Eine wahre Flut an Gaststartern katapultierte das Startfeld auf erstaunliche 31 Starter, was der Idee der Trofeo natürlich auch würdig wäre für den Rest der Saison. Aber zumindest für 2016 als Ziel gilt per sofort. Erstaunlich auch, dass auf dem schnellen Kurs in Hockenheim die Aprilia RSV4 deutlich den Ton angaben in beiden Rennen, zumal im zweiten Lauf der schnellste Ducati-Treiber, der alte Haudegen Michael Tränklein, mit technischen Defekt aufgeben musste. Gaststarter und Aprilia-Held Andreas Lenz gewann beide Rennen souverän, blieb aber qua Reglement ohne Anspruch auf Punkte.

trofeo-italiano_Hockenheim2015_03Permanentstarter Dirk Fuhrmann, Youngster der Trofeo und ebenfalls auf einer Aprilia RSV4 unterwegs, holte sich aufgrund des Missgeschicks von Tränklein mit zwei blitzsauberen Rennen klamm und heimlich die Tabellenführung in der Superbike-Wertung. In der Supersport-Wertung heißt der unangefochtene Meisterschaftskandidat mit zwei Laufsiegen Frank Kaulich (Ducati Panigale 899) vor Frank Stöber, der die Fahne der altehrwürdigen V2 Aprilia erfolgreich hochhält. Dritter im Bunde: Bruno Baumann, ebenfalls auf Ducati Panigale 899 unterwegs.

Nächstes Rennwochenende: Brünn (27./28. Juni), dann folgen Oschersleben (18./19. Juli) und das große Finale in Most (12./13. September). Alle Veranstaltungen sind mit je zwei Rennen geplant. Gaststart-Plätze sind aktuell noch verfügbar und kosten ab 400 Euro.