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Trofeo Italiano Saisonfinale Most 2015

Foto: trackriders.eu

Michael Tränklein – Foto: trackriders.eu

Das Duell um den Meistertitel in der Trofeo Italiano hieß Tränklein gegen Fuhrmann oder Alt gegen Jung. Beide Kontrahenten trennen Jahrzehnte und durch technische Probleme beim letzten Rennwochenende in Oschersleben verlor Fuhrmann wichtige Punkte auf den Führenden Tränklein. Aber es war noch alles drin.

Dirk Fuhrmann, von seinem Team ausgestattet mit einer neuen Aprilia RSV4, fuhr unbeirrt und stellte seine Maschine mit einer Zeit von 1:43.044 im Qualifying auf die erste Startposition. Der bis dato mit 20 Punkten Vorsprung ausgestattete Michael Tränklein tat sich indes schwer und stellte seine Ducati lediglich auf Rang fünf in die Startaufstellung. Das versprach Spannung für die letzten Läufe der Saison 2015 und motivierte den jungen Fuhrmann noch mehr. Ralf Mittrach schien beim Finale in Most keine Rolle spielen zu können. Er musste von seiner Ducati 1299 Panigale auf eine MV Agusta F3 800 umsteigen und platzierte sich in der Qualifikation lediglich auf Rang neun.

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Dirk Fuhrmann – Foto: trackriders.eu

Ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg im ersten Rennen unterstrich die Ambitionen von Dirk Fuhrmann, Rang drei von Michael Tränklein ließen den Titeltraum jedoch weiter am Horizont verweilen. Derweil ließ es Frank Kaulich in der Supersport-Klasse auf seiner Ducati 899 Panigale etwas ruhiger angehen. Für den SSP-Meistertitel reichte ein Punkt, den er sich in Rennen eins mit dem vierten Platz in seiner Klasse sicherte. Ein Rennen vor Schluss machte Kaulich somit den Supersport-Meistertitel in der Trofeo Italiano 2015 klar. Herzlichen Glückwunsch!

Im letzten Rennen der Saison tat Fuhrmann das, was in seiner Macht stand und fuhr einen souveränen Doppelsieg in Most ein. Der Traum vom Meistertitel zerplatzte jedoch schnell, als der Kölner realisierte, dass Michael Tränklein gut vier Sekunden nach ihm als zweiter über die Ziellinie kam. Wir gratulieren Michael Tränklein, dem Trofeo Italiano Meister 2015!

Foto: trackriders.eu

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Ergebnisse:

16.-17. MaiLausitzringQualifikationRennen 1Rennen 2
06.-07. JuniHockenheimring (GP-Kurs)QualifikationRennen 1Rennen 2
27.-28. JuniBrünn/CZQualifikationRennen 1Rennen 2
18.-19. JuliOscherslebenQualifikationRennen 1Rennen 2
12.-13. SeptemberMost/CZQualifikationRennen 1Rennen 2

Hockenheimring 2015

trofeo-italiano_Hockenheim2015_02Anfang Juni, Hockenheim. Das kann wettertechnisch alles Mögliche bedeuten. 2015 präsentiert sich das Wetter in der Kurpfalz genau so, wie man es erwartet: brüllend heiß und schwül wie in Fernost. Genau der richtige Mix für hitzige Rennen in der Trofeo Italiano auf dem materialmordenden GP-Kurs mit der ultraschnellen Parabolika und der anschließenden Reifeprüfung für jede Bremsanlage. Vom sechsten Gang Vollgas zurück in den ersten Gang vor der berüchtigten Spitzkehre. Nicht jedermanns Sache, verständlicherweise.

Wie auch das neue Startprozedere, dass vom Streckenbetreiber für lizenzfreie Rennserien vorgegeben wird: fliegender Start hinterm Führungsfahrzeug. Das sorgte bei manchem Teilnehmer zumindest für Stirnrunzeln im Vorfeld.

Möglichst einfaches Reglement, maximaler Fahrspaß.

trofeo-italiano_Hockenheim2015_06Das scheint sich nach durchaus ermutigendem Auftakt am Lausitzring in der einschlägigen Szene rumgesprochen zu haben. Eine wahre Flut an Gaststartern katapultierte das Startfeld auf erstaunliche 31 Starter, was der Idee der Trofeo natürlich auch würdig wäre für den Rest der Saison. Aber zumindest für 2016 als Ziel gilt per sofort. Erstaunlich auch, dass auf dem schnellen Kurs in Hockenheim die Aprilia RSV4 deutlich den Ton angaben in beiden Rennen, zumal im zweiten Lauf der schnellste Ducati-Treiber, der alte Haudegen Michael Tränklein, mit technischen Defekt aufgeben musste. Gaststarter und Aprilia-Held Andreas Lenz gewann beide Rennen souverän, blieb aber qua Reglement ohne Anspruch auf Punkte.

trofeo-italiano_Hockenheim2015_03Permanentstarter Dirk Fuhrmann, Youngster der Trofeo und ebenfalls auf einer Aprilia RSV4 unterwegs, holte sich aufgrund des Missgeschicks von Tränklein mit zwei blitzsauberen Rennen klamm und heimlich die Tabellenführung in der Superbike-Wertung. In der Supersport-Wertung heißt der unangefochtene Meisterschaftskandidat mit zwei Laufsiegen Frank Kaulich (Ducati Panigale 899) vor Frank Stöber, der die Fahne der altehrwürdigen V2 Aprilia erfolgreich hochhält. Dritter im Bunde: Bruno Baumann, ebenfalls auf Ducati Panigale 899 unterwegs.

Nächstes Rennwochenende: Brünn (27./28. Juni), dann folgen Oschersleben (18./19. Juli) und das große Finale in Most (12./13. September). Alle Veranstaltungen sind mit je zwei Rennen geplant. Gaststart-Plätze sind aktuell noch verfügbar und kosten ab 400 Euro.